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Ihr

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Nach der Baisse
ist vor der Hausse.
Thomas Müller

TM-Standpunkt

Thomas Müller
Thomas Müller

Die Jahrestiefs liegen hinter uns, die Jahreshochs kommen im vierten Quartal

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

mein jüngstes Editorial zur Unsinnigkeit von Kapitallebensversicherungen hat Wellen geschlagen. Dabei muss ich mich in einem Punkt korrigieren, auf den mich die „Branche“ hingewiesen hat. Denn nach der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes sind die Vertriebskosten auf die ersten fünf Jahre zu verteilen. Am Fakt ändert sich freilich nichts. Denn:

„Viele Kunden wissen nicht, dass mit den Beiträgen der ersten Jahre nur die Provisionen der Vermittler gezahlt werden und nichts angespart wird. Wer in den ersten Jahren kündigt, bekommt oft nur trockene Mitteilungen wie: ‚Ein auszahlbarer Betrag ist nicht vorhanden‘“ – so der Spiegel am 25. Oktober. Zu diesen Kosten, die realistisch betrachtet in keinem Verhältnis zum Sparvorgang stehen, kommen quasi hausgemachte Probleme. Beispielsweise droht – nach einer aktuellen Studie der renommierten Unternehmensberatung Bain & Company – vielen deutschen Lebensversicherungen mit Einführung der neuen Kapitalvorschriften (Solvency II) eine „gefährliche Kapitallücke“. Entscheidend:

In einer Welt, in der Schulden nur noch durch noch höhere Schulden finanziert werden, sollten Sie von Investments in Schulden Abstand nehmen. Denn Anleihen sind heute keine „sichere“ Anlage mehr und dadurch zwangsläufig auch die Risiken von Versicherungsanlagen weitaus höher, als die bunten Prospekte glauben lassen. In der Schuldenorgie machen nur direkte (!) Sachwert-Investments Sinn, aus Renditegesichtspunkten sowieso. Damit zur Performance-Bilanz per 30.06.:

Innerhalb der laufenden Sachwerte-Hausse hat sich die Bewegung in sichere Häfen verstärkt. So kletterte Gold im ersten Halbjahr um 6,7% und Silber um 13,4%, während Liquidität von den Emerging Markets (Dax BRIC –11%) abgezogen wurde.

Dabei sind die Aktien aus dem EuroStoxx seit Jahresanfang mit durchschnittlich +0,8% auf der Stelle getreten. Dax-Titel haben 2,2% gewonnen, unsere Champions 4,2% und Dow-Jones-Werte 4,5%. Der Zwölf-Monats-Vergleich fällt rundherum sehr positiv aus, wobei die Europa-Bluechips mit +11,9% hier ebenfalls das Schlusslicht bilden. Dax-Aktien konnten sich in diesem Zeitraum um 22,2% verbessern, Dow-Jones-Titel um 24,3% und unsere Champions sogar um 29,4%. Interessant:

Die drei Hauptgewinner des ersten Halbjahres sind auch die führenden Champions der letzten zwölf Monate, was einmal mehr die Vorzüge unserer Trendfolgestrategie unterstreicht, nach der wir die stärksten Werte konsequent im Depot belassen. So konnte sich Cooper in diesem Jahr um 34% verbessern, was einen Zwölf-Monats-Gewinn von 99% ergibt. Bei Hugo Boss beträgt der Zuwachs 41% bzw. 145%, und Fossil explodierte um 67% bzw. 239%! Sie sehen:

Wir befinden uns in einer kräftigen Langfrist-Hausse, die noch einiges vor sich haben sollte. Denn es ist ein Zeichen von innerer Stärke, wie souverän exogene Schocks verarbeitet werden. Wo würde der Dax heute wohl ohne das Fukushima-Desaster notieren, das zu einem Einbruch auf 6513 Punkte geführt hatte? Die Jahrestiefs liegen m.E. hinter uns, die Jahreshochs erwarte ich für das vierte Quartal. Und die „magischen“ 8000 im Dax werden wir wohl schneller sehen, als die meisten denken.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller

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