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Ihr

Thomas Müller

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Nach der Baisse
ist vor der Hausse.
Thomas Müller

TM-Standpunkt

Thomas Müller
Thomas Müller

Was soll die Megatrends in „diesem“ Finanzsystem denn aufhalten?

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es ist letztlich gleichgültig, was auf den Finanz-Krisengipfeln dieser Welt beschlossen und mit riesigem medialen Trommelfeuer verkündet wird. Verlassen Sie sich allein darauf, dass die virtuellen Gelddruckmaschinen weiter auf Hochtouren arbeiten werden. Denn die diversen Staatsschuldenkrisen sind kaum zu beherrschen, geschweige denn in „diesem“ Finanzsystem lösbar.

Deshalb ist es logisch, dass sich über Inflation auch der „Wert“ des Geldes immer weiter auflöst, womit folglich nur Sachwerte einen Kaufkrafterhalt bieten können. Dies ist aber keine „neue“ Erkenntnis:

Als die EZB das erste 750 Mrd. schwere Rettungsnetz aufspannte, hatte ich im Mai letzten Jahres beschrieben, dass damit die rote Linie der Geldpolitik überschritten sei. Im damaligen Editorial regte ich Sie deshalb zu Ihrer eigenen „Währungsreform“ an, um weiterhin Euros in Champions und Edelmetalle zu tauschen. Im boerse.de-Archiv finden Sie folgende Aussage: „Der Euro befindet sich in einem Teufelskreis und dürfte weiter an Wert verlieren – nicht zwangsläufig gegenüber US-Dollar und dem britischen Pfund, da beide Währungen schon seit Längerem durch Staatsanleihenkäufe ausgehöhlt werden, aber gegenüber den nicht inflationierbaren Hartgeldwährungen Gold und Silber.“

In diesen 14 Monaten haben Dax und Dow Jones rund 20% gewonnen, unser boerse.de-Champions-Index (BCI) sogar 23%. Gold notierte damals bei 900 und Silber bei 14 Euro, woraus aktuell 1100 bzw. 28 Euro geworden sind. Dieses nicht beliebig vermehrbare Geld hat also seinen Wert um 22% sowie 100% gesteigert – nominal, denn tatsächlich ist es unser Papiergeld, das im Wert erodiert. Überlegen wir:

Steigende Geldmengen bei gleichbleibenden Gütermengen führen dazu, dass je Geldeinheit weniger Güter erworben werden können bzw. je Gütereinheit mehr Geldeinheiten aufgewendet werden müssen. Das bedeutet Inflation und da auch Aktien/Edelmetalle in ihrer Grundmenge gleich bleiben, führen wachsende Geldmengen ganz automatisch zu nominal steigenden Preisen. Lesen Sie dafür vielleicht nochmal mein Editorial vom 18.6.2009 in dem ich diesen Automatismus mit der Analogie des Mikrokosmos Entenhausen erklärt hatte. Ich wies damals darauf hin, dass wir uns dank Ben Bernanke in einer neuen Sachwert-Hausse befinden würden und damit eine Vermögensumverteilung (auf Kosten der Geldanleger) angelaufen sei. Wer dementsprechend mit uns in Sachwerte investierte, kann sich heute in der Tat über kräftige Zwischengewinne freuen: Dax +44%, Dow Jones +45%, BCI +55%, Gold +71% und Silber +164%!

Ich wüßte nicht, was diese Megatrends aufhalten könnte. Es gibt vorläuftig einfach keine Alternative zu Sachwerten und dadurch auch keinen breiteren Verkaufsdruck, denn in welche sichereren Asset-Klassen sollten Verkaufserlöse umgeschichtet werden? Bleiben Sie also investiert und kaufen Sie Champions bei Kaufsignalen sowie Edelmetalle in Korrekturen.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller


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P.S.: Dies ist das Editorial aus dem boerse.de-Aktienbrief, den Sie hier kostenlos testen können.

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