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Nach der Baisse
ist vor der Hausse.
Thomas Müller

TM-Standpunkt

Thomas Müller
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Schulden, Schulden, Schulden - wo sind wir eigentlich?

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

was unsere Politiker abliefern, ist ganz großes Theater, denn die Inszenierung hat keine Regisseure. Da die Komparsen der Schuldentragödie nicht wissen wie viele Akte noch zu spielen sind, steigert sich die Dramaturgie der Darbietung beständig, während vor der Tür das Occupy-Publikum protestiert. Dabei kann der letzte Vorhang jederzeit fallen, zumal das Drehbuch reich an Kuriositäten ist. Bedenken wir:

Den europäischen Banken fehlt es an Eigenkapital, um in ihren Bilanzen einen Ausfall von Staatsanleihen verkraften zu können. Da also einzelne Länder ihre Schulden nicht zurückzahlen können, plant die Staatengemeinschaft finanzielle Hilfsmaßnahmen für deren Gläubiger. Damit werden einmal mehr Verluste sozialisiert, obwohl kein Asset-Manager gezwungen wurde, in nominal höher rentierliche Anleihen der sogenannten GIIPS-Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Spanien) zu investieren. Um diesem Irrsinn die Krone aufzusetzen, sollen Banken jetzt zu einer Erhöhung ihres Eigenkapitals gezwungen werden. Doch erfolgreiche bzw. konservative Institute brauchen kein Geld vom Staat - und alle anderen sind in einer Marktwirtschaft eigentlich überflüssig. Dazu kommt:

Mit den Banken, geraten automatisch auch die Versicherungen ins Visier der Aufsichtsbehörden. So hat die BaFin nun einige große Versicherer zur Offenlegung ihrer Portfolios aufgefordert, deren Zusammensetzung traditionell gehütet wird, wie früher das Schweizer Bankgeheimnis. Wie immer wieder an dieser Stelle herausgestellt wird (worauf es dann stets Leserkommentare vonseiten der verärgerten Assekuranzvertreter hagelt) investieren Lebensversicherungen ganz primär in Banken- und Staatsanleihen. Dadurch aber geht es für die Sparanteile jetzt nicht einfach nur um (wegen Vertriebs- und Verwaltungskosten) unterdurchschnittliche Renditen, sondern um das große Ganze. Denn immerhin haben Lebensversicherer lt. aktueller „Welt“-Umfrage bis zu 30% ihrer Anlagen in Bankanleihen investiert. Ich meine:

Es wird auf Sicht ein böses Erwachen bei allen Sparern geben, die in Schulden (Anleihen, Lebensversicherungen etc.) investieren. Die negativen Realzinsen zehren schon heute an der Substanz und durch die unendlichen Rettungsprogramme ist ein weiterer kräftiger Anstieg der Inflation absehbar. Denn wenn die Geldmenge stärker steigt als das Bruttoinlandsprodukt, bedeutet dies einen Kaufkraftverlust, während analog Sachwerte nominal an Wert gewinnen. Dazu kommen rapide gewachsene Bonitäts- und damit Systemrisiken. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, möchte die EU keine Spielverderber dulden und deshalb Länder-Ratings verbieten! Wo sind wir eigentlich?

Mit Sachwert-Investments sind Sie autonom, so dass Sie das dilettantische Verschuldungsdrama aus der gebotenen Distanz verfolgen können. In Gold, Silber und den Aktien erstklassiger Unternehmen ist Ihr Geld am besten und vor allem auch am sichersten aufgehoben. An Champions wie Nestlé oder Procter & Gamble können Sie glauben, von einer politischen Lösung nicht einmal träumen.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller


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