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Nach der Baisse
ist vor der Hausse.
Thomas Müller

TM-Standpunkt

Thomas Müller
Thomas Müller

Das Börsenjahr 2012 hat die Statistiker auf seiner Seite

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

schauen wir ein letztes Mal auf das Börsenjahr 2011, das nicht im Verdacht steht, die Spaßmedaille verliehen zu bekommen. Denn Gold hat zwar (steuerfreie) 11% gewonnen, aber in den großen Aktien-Indizes ging es im Mittel um 16% nach unten. Kleinere Zugewinne schafften lediglich Nasdaq (+2,7%) und Dow Jones (+5.5%), während der Dax 14,7% abgab und der Euro Stoxx –17,5%. Die Hauptverlierer waren Osteuropa (CECE –29%), Österreich (ATX –35%) sowie Indien (DBIX –40%). Zum Vergleich:

Unser boerse.de-Champions-Index (BCI) setzte um 2,5% zurück, wobei sich für die 100 Champions-Aktien ein Abschlag von durchschnittlich 1,9% ergab. Dabei schafften zwölf Titel ein Plus von mehr als 20%, angeführt von Whole Foods Market (+38%), Starbucks (+43%) und vor allem Ross Stores, die mit 50% Anstieg glänzten. Nach zwei Jahren kräftiger Kursgewinne ist 2011 also als Konsolidierungsphase zu verstehen, durch die sich das Champions-Plus seit Ende 2008 auf im Schnitt 81% reduziert hat. In diesen drei Jahren konnte z.B. unsere Apple 375% aufsatteln, Starbucks kommt auf einen Gewinn von 386%, und Whole Foods haben sich um sage und schreibe 637% nach oben geschraubt. Aus statistischer Sicht bestehen 2012 jetzt beste Chancen für eine Fortsetzung der langfristigen Hausse. Konkret:

Mit Ausnahme der Super-Baisse zwischen 2000 und 2002 folgte seit Anfang der 80er-Jahre jedem negativen Börsenjahr mindestens ein positives. So hatte der Dax 2008 40% verloren, um dann binnen zwei Jahren wieder 44% aufzusatteln. Nach dem Minus von 7% in 1994 kam es sogar zu einem halben Jahrzehnt steigender Kurse mit einem Gesamtgewinn von 230%. 1992 hatte der Dax 2% abgegeben und gewann gleich darauf 47%, 1990 betrug das Minus 22%, gefolgt von 13% Anstieg in 1991. Und nach dem Crash-Jahr 1987, in dem die Kurse um 30% weggebrochen waren, haussierte der Dax bis 1989 um 79%. Dazu passt:

Der Dax hat gleich am ersten Handelstag des neuen Jahres 3% gewonnen. Das bedeutet den viertbesten Jahresauftakt der 52-jährigen Dax-Historie und ein gutes Omen für den weiteren Jahresverlauf. Denn 2009 war der Dax mit +3,4% gestartet, um das Jahr 24% höher zu beenden. In 1999 ging es in der ersten Sitzung um 5% nach oben, woraus per saldo +39% wurden. Den Startrekord hält der Anstieg um 7,3% am 2. Januar 2003, der in einen Jahresgewinn von 37% mündete. Dabei hat die Tendenz des ersten Handelstages übrigens in 14 der vergangenen 16 Jahre die Jahresrichtung korrekt vorgegeben. Für die US-Börsen entscheidend:

Am 6. November wird ein neuer US-Präsident gewählt, und solche Wahljahre sind aus historischer Sicht erfolgreiche Börsenjahre. Dabei lässt das typische Muster von 2er-Jahren im Dow Jones ein deutlich negatives zweites Quartal erwarten, da zur Jahresmitte sogar häufig der Tiefpunkt des gesamten Jahrzehntzyklus markiert wird. Beide Zyklen zeigen indes ein starkes viertes Quartal an, sodass aus diesem Blickwinkel mit den Jahreshochs im Dezember zu rechnen ist. Und damit haben wir auch unsere Vision für 2012:

Die Kurse dürften in den nächsten Wochen fester tendieren und damit auf breiter Front ihre 200-Tage-Linien zurückerobern. Danach stehen durchaus mächtigere Pull-Backs an, was für Jahrestiefs im Zeitraum Mai/Juli spricht, so dass ein möglicherweise spektakulär erfolgreiches zweites Halbjahr winkt. Denn Dax und Dow Jones könnten dann sogar ihre All-Time-Highs überbieten, die für 2012 anscheinend niemand auf dem Radar hat! 2012 beinhaltet für uns Sachwertinvestoren damit einiges an positivem Überraschungspotenzial (auch im Gold), doch natürlich handeln wir wie immer diszipliniert nach den Vorgaben unserer Trendfolgemodelle. Freuen Sie sich darauf!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller


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